Diese Seite gibt einen Überblick zu Posts, die sich mit angeblichem strukturellen Antisemitismus in der DDR auseinandersetzen und mit der nicht totzukriegenden Behauptung, der Holocaust bzw. der Völkermord an den Juden sei in der DDR nicht thematisiert worden.
- Der Ossi und der Holocaust ist für mich der wichtigste Beitrag in diesem Blog. Er diskutiert Aussagen von Anetta Kahane und Ines Geipel und zeigt, dass sie falsch sind. Ich zeige, dass der Holocaust durchaus ein Thema war, dass der ermordeten Juden in vielerlei Form gedacht wurde (KZs, Plastiken, Briefmarken, Straßennamen, Schulnamen), dass der Holocaust in der Schule behandelt wurde (im Literaturunterricht, in Geschichte 9. Klasse), dass es massig Filme und Bücher zum Thema gab, dass jüdische Menschen sehr weit oben im Staatsapparat waren usw. usf.
- Kahane 2.0: Nicht-Auseinandersetzung mit dem Holocaust in der DDR vs. Universalismus In diesem Beitrag bespreche ich ein Interview mit dem Künstler Leo Kahane. Er behauptet zwar nicht, dass der Holocaust in der DDR nicht vorgekommen sei, aber dass er irgendwie bagatellisiert worden wäre. Er behauptet, der Antifaschismus der DDR sei ein Mythos gewesen und die Erklärung von jüdischen DDR-Bürgern antisemitisch. Es geht ein bisschen durcheinander bei Israels Kriegen. Ich sortiere alles und schreibe auch etwas zum Antisemitismus.
- Willi Bredel, Das schweigende Dorf, Schuld und Nazis im Osten In der taz wurde behauptet, dass Willi Bredel mit seiner Erzählung die offizielle Geschichts- und Gedenkpolitik in Sowjetischer Besatzungszone und DDR fast schon brüskiert hätte und dass die DDR den Holocaust lieber verdrängt hätte. Das ist kurios daneben, denn Willi Bredel war mit der Gruppe Ulbricht aus Moskau zurückgekehrt und war dann politischer Instrukteur für das Zentralkomitee der KPD in Mecklenburg-Vorpommern, dann im ZK der SED und hat später die Akademie der Künste zur sozilistischen Akademie umgebaut. Im Ort, der das Vorbild zur Erzählung war, wurde 1947 eine Gedenkstätte für die Ermordeten jüdischen Frauen eingerichtet.
- Juden in den politischen Administrationen in der DDR und der BRD In diesem Beitrag werte ich Daten aus einer wissenschaftlichen Studie aus und zeige, dass es im Osten Jüd*innen in der Regierung und Adminstration gab, wohingegen die Zahl der Jüd*innen in vergleichbaren Positionen 0 war.
- Wo ist Ihre Evidenz, Herr Professor? Ein Professor für Politikwissenschaft behauptet völlig evidenzfrei und faktenwidrig, dass im Osten „in den Familien noch stärker als im Westen“ „unter dem dünnen Firnis des staatlich verordneten Antifaschismus“ „Einstellungsmuster tradiert und konserviert [wurden], die nahtlos an die Zeit des Nationalsozialismus anknüpften.“ Das wird diskutiert und auseinandergenommen.
- Ausstellung: „Ein anderes Land. Jüdisch in der DDR.“ Die taz schreibt in der Unterüberschrift zu einer Besprechung einer Ausstellung im Jüdischen Museum: „Jüdische Linke waren in der DDR willkommen. Obwohl sie ab 1933 vor den Nazis geflüchtet waren, wurden sie in der DDR bald antisemitisch diskriminiert.“ Der Rezensent scheint in einer anderen Ausstellung gewesen zu sein als ich. Bilder aus der Ausstellung sind auch in Der Ossi und der Holocaust zu sehen.
- Die Weimartage der FDJ Dieser Blog-Post beschäftigt sich mit den Weimartagen der FDJ. Das war eine mehrtägige Kulturveranstaltung für Jugendliche aus der gesamten DDR. Ich habe mehrere Programmhefte eingescannt. Der Besuch des KZs Buchenwald war immer Bestandteil des Programms.
- „Ines Geipel lügt“ In diesem Blog-Post wird eine Dokumentation des MDR diskutiert, die zeigt, dass Ines Geipel Probleme mit der Wahrheit hat. Mit der Wahrheit in Bezug auf ihr eigenes Leben und in Bezug auf das Leben weiterer gedopter Athleten in der DDR. Das legt nahe, dass sie insgesamt keine vertrauenswürdige Quelle zur Geschichte der DDR ist und somit auch ihre Holocaust-Thesen nicht ernst zu nehmen sind. Das wird natürlich auch durch die überwältigende Fülle an Material gezeigt, das Geipels Thesen widerspricht.
- Zwei Diktaturen – zwei Töpfe Bei der Diskussion der Nazi-Diktatur wird mitunter auch die SED-Diktatur erwähnt. Hier wird darauf hingewiesen, dass das doch krass andere Größenordnungen waren und dass es letztendlich auf die Relativierung des Holocausts hinausläuft, wenn man beides in einem Atemzug erwähnt.
